Bauplatz "Störing"

Bebauungsplan

Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 15 "Misch-und Gewerbegebiet Störing" der Gemeinde Heretsried

Veröffentlicht am 21.08.2020


Vollzug der Baugesetze; Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 15 "Misch-und Gewerbegebiet Störing" für den Ortsteil Lauterbrunn der Gemeinde Heretsried; Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 2 BauGB

Mit Beschluss vom 10.12.2019 hat der Gemeinderat der Gemeinde Heretsried beschlossen, für den dargestellten Bereich einen Bebauungsplan aufzustellen.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst die Fl.Nr. 710, 710/1, 710/2, 710/3, 711, 711/1, 711/2, 711/3 und 723 sowie einer Teilfläche der Fl.Nr. 707 (Störingstraße), jeweils Gemarkung Lauterbrunn.

Der genaue Umgriff ist aus dem nachstehenden Lageplan ersichtlich (ohne Maßstab).

umgriff bplan stoering

Die vorliegende Planung der Gemeinde Heretsried umfasst die Ausweisung eines Misch- und Gewerbegebietes im östlichen Bereich des Gemeindegebietes von Lauterbrunn. Ziel ist es, die Weiterentwicklung des Ortes zu sichern, indem flexibel nutzbare Grundstücke unterschiedlicher Größen für Gewerbe- und Misch-/Wohnnutzungen angeboten werden können.

Mit der Ausarbeitung des Bebauungsplans wurde das Planungsbüro Josef Tremel, 86157 Augsburg, Pröllstraße 19, beauftragt.

Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB des Bebauungsplans in der Fassung vom 10.12.2019 hat ebenso wie die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB in der Zeit vom 17.02.2020 bis 18.03.2020 stattgefunden. Die vorgebrachten Bedenken und Anregungen wurden am 14.07.2020 behandelt und darüber Beschluss gefasst.

Der Entwurf des Bebauungsplanes samt Grünordnungsplan mit der Begründung in der Fassung vom 14.07.2020 wurde vom Gemeinderat in seiner Sitzung am 14.07.2020 behandelt und gebilligt.

Die Verwaltung wurde beauftragt, mit dem entsprechenden Bebauungsplanentwurf die öffentliche Auslegung sowie die Beteiligung der Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange § 3 Abs. 2 bzw. § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen.

Im Vollzug dieser Beschlussfassung liegt der zur Auslegung bestimmte Entwurf des Bebauungsplans samt Begründung und Grünordnungsplan in der Fassung vom 14.07.2020 des Umweltberichts sowie der wesentlichen umweltbezogenen Stellungnahmen in der Zeit vom

28.08.2020 bis einschließlich 29.09.2020

im Rathaus der Gemeinde Heretsried sowie in der VG Welden während der allgemeinen Geschäftszeiten öffentlich aus. Die Öffentlichkeit kann sich dort über die Entwürfe, die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die wesentlichen Auswirkungen der Planung unterrichten. Auf Wunsch wird die Planung erläutert. Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen (schriftlich oder zur Niederschrift) vorgebracht werden.

Weiter werden folgende umweltbezogene Stellungnahmen und Unterlagen mit ausgelegt:

Es liegen folgende Arten umweltbezogener Informationen vor: 

Schutzgüter Art der vorhandenen Information
Boden Ermittlung Bodenverhältnisse in Bodengutachten; Zur Schonung des Bodenlebens sind befestigte Flächen für Zufahrten, Stellplätze ect. zu minimieren und mit wasser- und luftdurchlässigen Belägen zu gestalten, wo dies mit dem Gewerbebetrieb verträglich ist (Satzung 5.2).
Wasser

Die Versiegelung wird durch die Festsetzung wasserdurchlässiger Beläge begrenzt (Satzung 5.2).

Laut Satzung 7.1.1 ist nichtschädlich verunreinigtes Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück zu versickern, Versickerungsanlagen sind nach den einschlägigen Regeln der Technik zu bemessen und zu errichten, u.a. nach den DWA-Arbeitsblättern M 153 und A 138; auf weitere diesbezügliche Regelungen wird in den Hinweisen verwiesen.

Der Umgang mit verschmutztem Niederschlagswasser (Satzung 7.1.2), Abwasser von abwasserintensiven Betrieben (Satzung 7.2) und wassergefährdenden Stoffen (Satzung 7.3) wird optimiert.

Pflanzen, Tiere,
biologische Vielfalt

Grünordnung, insb. durch Erhalt Baumbestand, Neupflanzungen und Begrünungspflicht; keine amtlich kartierten Biotope im Plangebiet; Funktion als Lebensraum für Tiere, Vögel, Insekten und Kleinlebenwesen; Prüfung des Eingriffs und Ermittlung des naturschutzfachlichen Ausgleichsbedarfs
Mensch, Erholung, Lärm, Gesundheit Das Gebiet wird vom baulichen Bestand (Wohnen) durch ein Mischgebiet zum Gewerbegebiet hin gestaffelt. Die Immissionsbelastungen durch Schall wurden durch ein Gutachten geprüft.
Landschaft und Ortsbild Das Mischgebiet erhält zur freien Landschaft hin eine angemessene Eingrünung; Vorgaben zur Gebäudegestaltung (Gebäudetyp, Dachform etc.).
Kultur- und Sachgüter In den Hinweisen wird auf die Meldepflicht für eventuell zu Tage tretende Bodendenkmäler gem. Denkmalschutzgesetz verwiesen.
Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern  Versiegelung von Boden zugunsten der Schaffung von Flächen für Wohnen und Gewerbeflächen, Erhalt von Arbeitsplätzen am Ort.
Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich nachteiliger Umweltauswirkungen  Es sind keine wertvollen Lebensräume von der Planung betroffen. U.a. durch eine angemessenen Eingrünung und die Versickerung von anfallendem Regenwasser werden differenzierte Vermeidungsmaßnahmen getroffen. Der Eingriff wird ausgeglichen.

Es wird darauf hingewiesen, dass etwaige nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung unberücksichtigt bleiben können.

In den Festsetzungen des Bebauungsplans in Bezug genommene technische Normen (insb. DIN-Normen) können bei der Gemeinde eingesehen werden.

Heretsried, 19.08.2020
Heinrich Jäckle
Erster Bürgermeister